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Erntedank im Pastoralverbund Verl

Geschmckte Altre in St. Anna und in St. Judas Thaddus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erntdankaltar in St. Anna

»Das Land gab seinen Ertrag. Es segne uns Gott, unser Gott.«

Erntedankfest: erster Sonntag im Oktober

 

In der Wegwerfgesellschaft erstickt das Danken. Wo aber das Schenken und das Danken verkümmern, wird das Leben unmenschlich. Im Danken erkennen wir das Geschenkhafte unseres ganzen Daseins, und Schenken und Beschenktwerden hält diese Erkenntnis lebendig. Im Schenken, Beschenktwerden und Danken geht es um menschliche Grundwerte, ohne die auch christliches Leben
nicht wachsen kann. Die Heilige Schrift strömt - besonders in den Psalmen - über von Dankbarkeit, weil sie den Menschen richtig sieht: als Beschenkten. Und in der Eucharistie, dem Quell und Gipfel a1les Tuns der Kirche, ergeht der Ruf: »Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott!

Danken als eine menschliche und christliche Grundhaltung muss bewusst geübt werden. Der Dank für die Ernte ist ein guter Anstoß dazu. Im Tischgebet, dem guten Familienbrauch, wird Erntedank täg1ich vollzogen. Und alles dürfen wir in das große Danksagen an den »Vater der Lichter, von dem jede gute Gabe kommt«, einbeziehen; dies geschieht im Heiligen Geist durch Christus, unsern Herrn.  (aus: Das gesegnete Jahr)

         "Empfänger unbekannt"

                                                    von Hans Magnus Enzensberger

Vielen Dank für die Wolken.

Vielen Dank für das wohltemperierte Klavierier                                                                                und, warum nicht, für die warmen Winterstiefel. Vielen Dank für mein sonderbares Gehirn und für und für allerhand andere verborgene Organe, für die Luft, und natürlich für den Bordeaux.

Herzlichen Dank dafür, dass mir das Feuerzeug nicht ausgeht, und die Begierde, und
das Bedauern, das inständige Bedauern.

Vielen Dank für die vier Jahreszeiten, für die Zahl E und für das Koffein, und natürlich für die
Erdbeeren auf dem Teller, gemalt von Chardin, sowie für den Schlaf, für den Schlaf ganz
besonders, und, damit ich es nicht vergesse, für den Anfang und für das Ende und die paar Minuten
dazwischen inständigen Dank, meinetwegen für die Wühlmäuse draußen im Garten auch.

(aus:  frau & mutter 9/2012)

weitere Bilder:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                   Altar in St. Anna

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

           Altar in St. Judas Thaddäus