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Renovierung unserer Pfarrkirche St.-Judas-Thaddäus Sürenheide

Liebe Schwestern und Brüder, nach 30 Jahren ist sie nun fällig. Die Anerkennung des Baubedarfs und die Genehmigung zur Vorplanung durch das Erzbischöfliche Generalvikariat liegen schon lange vor. Da wir nicht zwei Kirchen gleichzeitig renovieren konnten, haben sich nun – nach Fertigstellung von St. Anna – die Gremien mit dem Thema befasst. Damit kommen natürlich Fragen auf den Tisch: Soll es nur einen neuen Anstrich geben oder wollen wir eine Kirche für unsere Kinder und Enkel bauen? Denken wir nur an die nächsten 5-10 Jahre oder geben wir unserer Pfarrkirche durch eine neue Raumgestaltung eine besondere Prägung, die sich grundsätzlich von den beiden anderen Kirchen im Pastoralverbund unterscheidet? Solche Fragen können nicht einfach mit ja oder nein beantwortet werden. Wir müssen erst erleben, wie eine neue Anordnung von Altar und Ambo inmitten der Gemeinde unser gemeinsames Beten und Feiern prägt. Die Erfahrung beim „Baustellengottesdienst“ in St. Anna war bei vielen Mitfeiernden so positiv, dass sie u.a. zu den jetzigen Überlegungen geführt hat. Daher haben sich Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat dafür ausgesprochen, diese neue Raumgestaltung zu erproben und damit vor allem auch eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema anzustoßen. Es geht eben nicht um das „Stühle-Rücken“, sondern um die Frage unseres „Kirche-Seins“. Im Verständnis des II. Vatikanischen Konzils vollzieht die ganze Gemeinde die Liturgie im Miteinander der verschiedenen Rollen, nicht in einer Trennung zwischen feierndem Priester oben und zuschauenden bzw. zuhörenden „Gottesdienstbesuchern“ unten. Alle stehen gemeinsam auf dem „Boden“ der Taufe und versammeln sich um den einen Herrn in ihrer Mitte. Nicht in jedem Kirchenraum lässt sich das umsetzen. Bei uns in Judas Thaddäus wäre es aber möglich und wir werden es darum erproben. Zum Pfingstsonntag wird der Kirchenraum umgestaltet und wir feiern um 9.30 Uhr dann erstmalig in dieser neuen Ordnung. Der Heilige Geist ist der „Lebendigmacher“, der frischen Wind bringt, durcheinander wirbelt, aber auch wieder ordnet und zusammenführt. Wir bitten Sie um Offenheit für diese Erprobungsphase und um Mitdenken bei dem nun beginnenden Weg, auf dem uns das Architekturbüro Terbrack aus Bielefeld und der Licht- und Raumkünstler Mario Haunhorst aus Osnabrück begleiten werden, die der Kirchenvorstand bei seiner Sitzung am 5.Mai beauftragt hat. Ich bin gespannt, was am Ende dieses herausfordernden Weges stehen wird und danke den Mitgliedern der Gremien, allen, die mit „anpacken“ und den hoffentlich vielen, die mitdenken.

Ihr Hermann-Josef Hölscher, Pastor